Pflanzen

Man unterscheidet in der Fassadenbegrünung Pflanzen durch ihre Halteorgane:

  • Gerüstkletterpflanzen

Dazu zählen: Schlinger und Winder, Ranker, Blatt- und Blattstielranker, Sprossranker und Spreizklimmer. Bei diesen Pflanzen ist grundsätzlich eine Kletterhilfe erforderlich. Ranker bewegen sich kreisend um eine gegebene Stütze. Je nach Kletterform und Pflanzenart gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Konstruktion der Kletterhilfe. Die Vorteile einer Gerüstkletterpflanze liegen auf der Hand: Sie können durch die Kletterhilfen besser geleitet und an begrenzten Flächen gehalten werden. Die Oberfläche der Fassade wird geschont. Schäden werden vermieden. Die Last durch Kletterhilfe und Pflanze kann geplant auf das Gebäude verteilt werden. Werden die Gerüste zum Abhängen konzipiert, ist eine Reinigung der darunter liegenden Fassade möglich. Nicht zuletzt gibt es bei den Gerüstkletterern eine größere Auswahl an Pflanzen und bei dem Entfernen der Begrünung bleiben keine Rückstände an der Oberfläche des Gebäudes haften.

  • Selbstklimmer

Zu den Selbstklimmern gehören die Wurzelkletterer und Haftscheibenranker. Selbstklimmer können durch Haftscheiben oder -wurzeln ohne Kletterhilfe vertikal an Fassaden nach oben wachsen. Schwach wachsende Pflanzen kommen ohne Unterstützung aus. Je nach Untergrund kann bei stärkerem Wachstum eine Zusatzsicherung erforderlich sein. Entscheidet man sich für einen Selbstklimmer, können mieten und montieren eines Gerüstes entfallen. Die Fassade wird nicht für die Montage von Kletterhilfen angebohrt. Selbstklimmer, wie Efeu und Wilder Wein, sorgen außerdem für eine große, gleichmäßig begrünte Fläche.

Um die richtige Entscheidung für `seine` Kletterpflanze zu treffen, müssen verschiedene Aspekte bedacht werden. Wichtig sind unter anderem der Licht- und Wärmebedarf, die Wuchshöhe, die Wuchsform und die Kletterform mit Hinblick auf die Kletterhilfe. Blattfarbe und eine immergrüne Erscheinung können das ästhetische Gesamtbild beeinflussen.

Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der Balkonbegrünung über Eingänge und Fensterzwischenräume bis hin zu hängendem Bewuchs oder die Begrünung von Säulen oder Flächen.



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